EPR und EAR unterstützen Täterrehabilitation und Versöhnung mit Opfern

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Die gemeinsame Initiative von VEM, EPR, EAR und CBCA erinnert am 7. April 2026 unter dem Motto „Remember. Unite. Renew“ an die Opfer des Genozids von 1994. Kirchenleitungen aus Ruanda und der DR Kongo bieten psychosoziale Unterstützung, Seelsorge und Bildungsangebote an. Durch Gedenkfeiern, Versöhnungsarbeit und grenzüberschreitende Friedensbildung werden Survivors gestärkt, Täter moralisch rehabilitiert und dauerhafte Netzwerke zum Austausch und zur Kooperation für künftigen Frieden geschaffen für ein solidarisches, langfristiges Miteinander.

Remember Unite Renew: Partner fördern völkerverbindende Versöhnung in Ruanda

Mit landesweit begangenen Gedenkveranstaltungen ehrte die VEM am 7. April 2026 zusammen mit ruandischen Kirchenpartnern den 32. Jahrestag des Völkermords an den Tutsi, bei dem 1994 binnen hundert Tagen über eine Million Menschen ermordet wurden. Ein hundert Tage andauerndes Trauerprogramm des Staates begleitete die Veranstaltungen. Unter dem Leitgedanken „Remember. Unite. Renew“ forderten Regierung und Kirchen entschiedene Maßnahmen gegen Völkermordideologien, die Ächtung jeder Leugnung und den Aufbau gemeinsamer Versöhnungsprozesse.

Muhozi bekräftigt „Nie wieder“, zeigt Solidarität, bietet seelsorgerische Unterstützung

Unter der Leitung von Pfarrer Dr. Emmanuel Muhozi, Afrika-Divisionsleiter und VEM-Vorstandsmitglied, erklingt der Appell „Nie wieder!“ als klares Signal gegen Gewalt und Ungerechtigkeit. Er bringt Respekt für die Opfer zum Ausdruck und verspricht Überlebenden dauerhafte Solidarität. Die Vereinte Evangelische Mission erweitert in diesem Rahmen ihre Seelsorgeangebote um Gruppenandachten und Einzelgespräche. Ziel ist es, psychische Belastungen abzubauen, innere Stärke zu fördern und die moralische Grundlage für einen bleibenden Versöhnungsprozess zu festigen.

Psychosoziale Begleitung und moralische Rehabilitation fördern ruandischen Zusammenhalt gemeinsam

Die VEM implementiert gemeinsam mit der Presbyterianischen Kirche Ruandas (EPR) und der Anglikanischen Kirche Ruandas (EAR) einen umfassenden Versöhnungsprozess. Kernpunkte sind psychosoziale Therapieeinheiten für traumatisierte Teilnehmer, moralisches Training für einst beteiligte Personen und Dorfevaluationszirkel zur Aufarbeitung kollektiver Verletzungen. Durch interaktive Workshops wird der Dialog zwischen ehemaligen Gegnern gefördert. Langfristig sollen lokale Führungskräfte befähigt werden, eigenständig inneren Frieden zu sichern und das Gemeinschaftsvertrauen zu stärken mit regelmäßigen systematischen Monitoring- und Evaluationsschleifen.

Kirchengemeinden arbeiten grenzüberschreitend zusammen für Versöhnung und langfristige Kooperation

Das interkonfessionelle APRED-Netzwerk wird von Vertreterinnen und Vertretern der EPR, EAR und CBCA geführt und verfolgt eine dezentrale Struktur. Lokale Koordinationskomitees organisieren Workshops zur Vermittlung von Mediationswissen und Konfliktmoderationstechniken. Jährliche Treffen ermöglichen den Austausch strategischer Entwicklungen und Erfolgsanalysen. Durch flexible Projektmodule passt APRED seine Angebote an regionale Bedarfe an. Mit diesem Governance-Modell stärkt das Netzwerk die Eigenverantwortung der Gemeinden und fördert nachhaltige Friedensinitiativen vor Ort. Es entstehen belastbare lokale Partnerschaften.

Mit ihrer gemeinsamen Aktion unterstützen VEM, EPR, EAR und CBCA gezielt die dauerhafte seelische und soziale Rehabilitation von Völkermordüberlebenden, indem sie spirituelle und umfangreicher traumazentrierter effektive Psychotherapie sowie psychosoziale Beratungsangeboten kombinieren. In moderierten Austauschrunden zwischen Tätern und Opfern entsteht Raum für moralische Auseinandersetzung und Wiederaufbau von Vertrauen. Das grenzüberschreitende APRED-Netzwerk professionalisiert Multiplikatoren in Friedenserziehung, effizienten konfliktpräventiven Maßnahmen und Mediation, um nachhaltige Friedensstrukturen, solidarische Netzwerke inklusive Gemeindearbeit in Zentralafrika zu etablieren.

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