Schauspielerinnen rülpsen!

Wenn hierzulande Schauspielerinnen rülpsen, dann sollten wir aufhören, uns darüber aufzuregen. Aus Hollywood schwappt diese neue Lebensart zu uns herüber und es sind keine unbekannten Namen, die in diesem Zusammenhang genannt werden. Drei davon haben wir herausgegriffen und deren lautstarke Geschichte ans Tageslicht geholt.

Wenn Schauspielerinnen rülpsen, weint der Himmel

Das stand nicht in der Bibel und es ist auch kein altes Sprichwort. Aber es steckt viel Wahres drin, denn es ist in der Tat zum Weinen. Vor 40 Jahren hätte man es noch als Tat der Emanzipation, als Ausruf der Freiheit und als Schritt zur Gleichberechtigung verstehen mögen. Doch heute fehlt uns so jeglicher Bezug dazu.

Das adlige Rülpsen der Duchess Keira Knightley

Der Film „The Duchess“ brachte es ans Tageslicht. Keira Knightley fand sich in der glamourösen Kostümierung, welche ihr die Rolle zugeschrieben hatte, höchst wohl. Die Rolle der „Georgiana“ und Duchess of Devonshire des 18. Jahrhundert war ihr auf den Leib geschneidert, wie sie später bekannte. In den Originalkostümen als Modeikone aufzutreten, lag ihr offenbar sehr.

Auf der THE DUCHESS Gala Premiere in der Roy Thomson Hall in Toronto in Ontario erblicken wir Keira Knightley auf dem Titelfoto, das sie in ihrem Alexander McQueen dress zeigt. Die Gala Premiere am 7. September 2008 war ihr ein Fest und das strahlt sie auch aus.

Ja, dann gab es da aber den Artikel in der „The Sun“. Dort hatte man in Erfahrung gebracht, das Keira am Set etwas tat, was man dort nicht erwartet hatte, dass sie es tun würde. Sie rülpste! Und das nicht nur einmal. Es passierte ständig und (nahezu) überall.

Keira sah dies aber ganz gelassen. Es war ohnehin nicht ihre Schuld, denn sie ist felsenfest davon überzeugt, dass einzig ihre Kleidung am Rülpsen schuld war. Gerade vorhin hatte sie sich ob ihrer Garderobe noch höchst begeistert gezeigt. Jetzt war alles perdu. Die Kleider waren viel zu eng! So ist es gewesen. Und weil die Kleider zu eng waren, kam es nach dem Mittagessen zu eben jenen Unglücken, von denen „The Sun“ berichtete. Ihre Verdauung war durch die Kleidung sehr eingeschränkt. Ihre Garderobe war wenig hilfreich, äußerte sie.

Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid. Und so holte Keira ihre Schauspieler-Kollegin Hayley Atwell mit ins Rülpser-Boot. Sie tat angeblich genau das Gleiche. Rülpsen ohne Unterlass, vorzugsweise nach dem Mittagessen. Beide sollen „ständig überall gerülpst“ haben…

Die Schauspielerin Veronica Ferres und der perfekte Rülpser

Von Veronica Ferres hätten wir manch anderes erwartet, aber keine Rülpser-Story. Umso erstaunter waren wir, als wir dennoch davon erfuhren.

Die Ferres im Interview: Das Thema "Rülpsen" will gekonnt verpackt werden. Ihr ist es gelungen, kann man sagen. (Foto: shutterstock - Denis Makarenko, #1)

Die Ferres im Interview: Das Thema „Rülpsen“ will gekonnt verpackt werden. Ihr ist es gelungen, kann man sagen. (Foto: shutterstock – Denis Makarenko, #1)

Das besagte Interview fand mit dem „Feinschmecker“ statt. Wie es der Redakteur schaffte, die Story in seinem Magazin unterzubringen, bleibt uns ein Rätsel. Auf jeden Fall dürften die Leser des Magazins glockenhell wach gewesen sein, als sie an der betreffenden Stelle angelangt waren.

Anstatt sich über Fragen des guten Geschmacks auszulassen, erklärte sie der Menschheit die Wissenschaft des Rülpsens. Nicht jeder Schauspieler ist dazu geeignet. Eine gewisse Begabung müsse man wohl mitbringen, um „perfekt rülpsen zu können“. Doch gehört noch mehr dazu. Wir überlegen, wie ein Schauspieler eine Rolle wohl anlegen muss, damit ein perfekter Rülpser erklingen kann, so dass er auch noch authentisch ist. Das jedenfalls fordert die Ferres auf jeden Fall. Andernfalls sei es kein perfekter Rülpser.

Das Rülpsen ist ein „unbedachtes kleines Aufstoßen, das zwischen den Worten herausrutscht“ formulierte Veronica und blickte den Redakteur wissend an. Was dieser darauf sagte, ist nicht erhalten geblieben. Wir nehmen an, dass er die tiefgründigen Äußerungen der Frau Ferres in einem Lächeln ertränkte und hoffte, dass das Interview bald zu Ende sein möge. Für Veronica Ferres ist das Rülpsen etwas, das einfach am Set passiert. Ihre Rolle als „Superweib“ und als Nelly in „Die Manns“ waren die Stätten, an denen sie diese Übungen offenbar zelebrierte.

Ein kleiner Themenwechsel ist ihr dann doch noch gelungen. Aufs Essen ist sie eingeschwenkt. Das Essen am Set beschäftigt die Filmbranche schon seit ihren ersten Tagen. Es lässt die Filmemacher manchmal in Begeisterung ausbrechen und manchmal auch in Tränen. Die Tränen waren eher die Wahl von Veronica Ferres. „Geröstete Käfer und Bärenfleisch“ soll es am Set gegeben haben. Da hat sie unser gesammeltes Mitleid. Das wollen wir auch nicht. Mehr Mitleid hatte ihre 6-jährige Tochter Lilly und gab ihrer Mutti Äpfel, Möhren und Vollkornbrot mit. So kam Veronica Ferres doch noch zu einem akzeptablen Mahl am Set. Vollkornnudeln und Trennkost sind eigentlich ihr Ding, aber wenn man so lieb gebeten wird…

Amanda Seyfried hat einen Ruf zu verlieren. Sie stellt jedoch sicher, dass dies nicht so bald geschehen wird. Das Rülpsen trägt mit dazu bei, denn es liegt ihr im Blut - sagt sie. Ab und an müsse man mal die Sau rauslassen. (Foto: shutterstock -  Matteo Chinellato, #2)

Amanda Seyfried hat einen Ruf zu verlieren. Sie stellt jedoch sicher, dass dies nicht so bald geschehen wird. Das Rülpsen trägt mit dazu bei, denn es liegt ihr im Blut – sagt sie. Ab und an müsse man mal die Sau rauslassen. (Foto: shutterstock – Matteo Chinellato, #2)

Was die Schauspielerin Amanda Seyfried am Rülpsen findet

Der Ruf von Amanda Seyfried ist uns bekannt. Er eilt ihr voraus und sie versucht sich nicht im geringsten daran, etwas daran zu ändern. Aber warum auch? Er steht ihr ganz gut zu Gesicht. Die „Sau rauslassen“ (und dazu zählt sie das Rülpsen in der Öffentlichkeit) ist ihr öfter eine Freude. Wir gönnen es ihr. Sicher ist es schade, dass sie das allzu damenhafte Benehmen nur zur Option erklärt, doch was sollen wir tun?

Amanda verwandelte sich unlängst in Valerie. So nennt sich die weibliche Hauptrolle in dem Streifen „Red Riding Hood“. Ob sie sich wirklich so sehr verwandeln musste, darf man bezweifeln. Im Gespräch führte sie aus, dass es Parallelen zwischen der Rolle und ihrer Persönlichkeit gibt.

Das junge, sorgenfreie und ein wenig verruchte Wesen war es, in dem sich Amanda wiedergefunden hat. Würde es uns nicht allen gut bekommen, eine Filmrolle anzunehmen, die es uns erlaubt, in unser Inneres zu schauen? Umso tiefer, je länger wir die Rolle spielen? Für Amanda war es sicher ein besonderes Erlebnis, in die Tiefen ihrer Persönichkeit hinabzusteigen und die Höhlen auszuleuchten.

Die Mutter eines Freundes begeisterten die Freiheitsausbrüche von Amanda jedenfalls recht wenig. Wir wissen jetzt noch nicht, welcher Freund es war. Es steht auch zu befürchten, dass sie uns dies nicht mehr verraten wird. Damit kommen wir auf das Thema Beziehungen der Amanda Seyfried.

Es ist eins schwieriges Thema, denn Amanda gibt sich da sehr geheimnisvoll. Statt uns über wichtige Dinge aufzuklären, hält sie hinterm Berg. Eigentlich erfahren wir die wichtigen Dinge erst, wenn sie endgültig passiert sind. Wieviel wohler wäre es uns allen, wenn Amanda uns mehr an der Entwicklung würde teilhaben lassen? Jede Szene hat ihre Vorgeschichte. Und die müssen wir kennen, um zu verstehen, was wir erfahren!

Aber da ist sie ganz anders. Erinnern wir uns an jenen denkwürdigen Mai 2010? Nach drei langen Jahren machte sie mit ihrem Lebensgefährten Dominic Cooper ohne Vorankündigung Schluss. Aber sie verbarg vor uns, ob es erfüllte Jahre waren, oder ob es an etwas mangelte. Wie kam es plötzlich zu der Trennung? Ebenso verhält es sich mit ihrer Liaison mit Ryan Phillippe. Sie könnte uns da reinen Wein einschenken. Aber wenn sie in Interviews gefragt wird, will sie einfach nicht zu ihrer Beziehung stehen.

Was nur sollen wir tun?


Bildnachweis: © shutterstock – Titelbild Everett Collection, #1 Denis Makarenko, #2 Matteo Chinellato

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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