Rund 13.000 Rheinländer sind mit ganzem Herzen in Dresden dabei

19.05.2011 | Düsseldorf
"... da wird auch dein Herz sein." Unter diesem Bibelwort aus dem Matthäus-Evangelium findet der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag vom 1. bis 5. Juni 2011 in Dresden statt. Unter den mehr als 100.000 erwarteten Dauerteilnehmerinnen und -teilnehmern werden nach Angaben der Kirchentagsorganisatoren auch rund 13.000 aus dem Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland (also zwischen Emmerich und Saabrücken) dabei sein.

Und das werden sie mit ganzem Herzen sein, denn viele von ihnen gestalten in Gottesdiensten und Diskussionsrunden, mit Seelsorgeangeboten und Präsentationen kirchlicher Arbeit, als Mitglieder von Musikgruppen oder Posaunenchören das große Treffen der Protestanten in der Stadt an der Elbe mit.

Den wohl größten rheinischen Beitrag zum Programm der evangelischen Großveranstaltung zwischen Glauben und Weltverantwortung leistet der Landesausschuss Rheinland des Deutschen Evangelischen Kirchentags: Von Donnerstag, 2. Juni, bis Samstag, 4. Juni, gestalten seine Mitglieder im Auftrag des Kirchentagspräsidiums das Tagesprogramm auf der MDR-Bühne auf dem Altmarkt im Herzen Dresdens mit Musik, Kabarett und Gesprächen. "Hier wird mit Herz, Kopf und Hand über die Heimat als Herzenssache und über alte und neue Traditionen gesprochen, gespielt und gedacht", beschreibt Ute Dornbach-Nensel, Geschäftsführerin des Landesausschusses, das Programm.

Rheinländer präsentieren drei Tage lang Open-Air-Programm auf dem Altmarkt

So geht es am Kirchentags-Donnerstag auf der Bühne u.a. unter Beteiligung des Oldenburger Bischofs Jan Janssen und dem Leiter der rheinischen Arbeitsstelle für Gottesdienst, Dr. Martin Evang, um eine "Herzensangelegenheit", nämlich die Qualität von Gottesdiensten. Am Freitag steht die "Herzenssache Heimat" (in Glaube, Kirche und Welt) im Mittelpunkt. Mit dabei: Präses Nikolaus Schneider, Kabarettist Sebastian Schnoy aus Hamburg, der aus dem Rheinland stammende Präsident der sächsischen Landessynode, Otto Guse, und der Jenaer Theologe Prof. Dr. Klaus-Peter Hertzsch. "Gott vergibt - das Internet nie" ist ein Programmpunkt am Samstag, der das Verhältnis von Kirche und neuen Medien in den Blick nimmt. Das tun u.a. der Wuppertaler Jugendpastor Axel Neudorf und der Direktor des Pädagogisch-Theologischen Instituts in Bonn, Prof. Dr. Gotthard Fermor.

Ein strammes Programm hat auch Nikolaus Schneider als Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und als EKD-Ratsvorsitzender zu bewältigen: Neben den obligatorischen Repräsentationsterminen des obersten Vertreters des Protestantismus in Deutschland und einigen Vorträgen hält Schneider am Freitag,

3. Juni, eine Dialog-Bibelarbeit mit seiner Ehefrau Anne (9.30-10.30 Uhr, Halle 1, Messegelände). Unter der Überschrift "Alternativlos: Ökumene! Hoffnung für Kirche und Gesellschaft" diskutiert Schneider am Samstag, 4. Juni, mit dem Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, und dem Griechisch-Orthodoxen Metropoliten Augoustinos (11-13 Uhr, Kulturpalast, Festsaal, Schlossstraße 2).

Vizepräses Bosse-Huber spricht über Sühneopfertheologie

Ein harter theologischer Brocken steht auf dem Kirchentagsprogramm von Vizepräses Petra Bosse-Huber: In der Halle der Theologie gibt sie am Freitag,

3. Juni, unter der Überschrift "Keine Versöhnung ohne Opfer?" einen Impuls für die Diskussion über die christliche Sühneopfertheologie (15-18 Uhr, Halle 3, Messegelände). Einen deutlichen ökumenischen Akzent setzt die Wuppertaler Theologin mit der Mitwirkung im Ökumenischen Gottesdienst nach der Liturgie von Lima mit alt-katholischer, evangelischer und anglikanischer Beteiligung am Donnerstag, 2. Juni, (Kirche der Diakonissenanstalt, Bautzner Straße 70). Außerdem geht die rheinische Vizepräses der Frage nach "Welche Kirchenreform brauchen wir?" - am Samstag, 4. Juni, (16.30-18 Uhr, Halle 3, Messegelände).

Eine Bibelarbeit in leichter Sprache - also auch für Menschen mit Behinderungen geeignet - hält Oberkirchenrat Klaus Eberl, Leiter der Abteilung Bildung im Landeskirchenamt, am Freitag, 3. Juni (9.30-10.30 Uhr, Volksfestgelände, Zirkuszelt, Pieschener Allee). Seine Kollegin Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, Leiterin der Abteilung Ökumene der rheinischen Kirche, beschäftigt sich im Themenbereich 3 (Welt und Umwelt) mit der Bewahrung der Schöpfung als europäische und ökumenische Aufgabe. Sie gibt einen Impuls zur Diskussion unter der Überschrift "Vor 25 Jahren Tschernobyl - und heute?"

Quelle: Pressemeldung Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR)

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